{"id":25926,"date":"2026-06-05T15:58:48","date_gmt":"2026-06-05T15:58:48","guid":{"rendered":"https:\/\/protect-lawyers.org\/tunisie-des-organisations-internationales-de-defense-du-droit-et-des-droits-humains-condamnent-lescalade-des-attaques-menees-par-les-autorites-tunisiennes-contre-la-profession-davo\/"},"modified":"2026-08-18T07:23:52","modified_gmt":"2026-08-18T07:23:52","slug":"internationale-organisationen-zur-verteidigung-des-rechts-und-der-menschenrechte-verurteilen-die-eskalation-der-von-den-tunesischen-behoerden-gegen-die-anwaltschaft-die-unabhaengigkeit-der-justiz-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/internationale-organisationen-zur-verteidigung-des-rechts-und-der-menschenrechte-verurteilen-die-eskalation-der-von-den-tunesischen-behoerden-gegen-die-anwaltschaft-die-unabhaengigkeit-der-justiz-und\/","title":{"rendered":"Internationale Organisationen zur Verteidigung des Rechts und der Menschenrechte verurteilen die Eskalation der von den tunesischen Beh\u00f6rden gegen die Anwaltschaft, die Unabh\u00e4ngigkeit der Justiz und die Zivilgesellschaft gef\u00fchrten Angriffe"},"content":{"rendered":"<p><strong>39 Organisationen, darunter Rechtsanwaltskammern, Anwaltsvereinigungen, Richtervereinigungen sowie Menschenrechtsorganisationen, verurteilen die immer intensiver und systematischer gef\u00fchrte Kampagne der Einsch\u00fcchterung, Behinderung und Vergeltungsma\u00dfnahmen, welche die tunesischen Beh\u00f6rden gegen Rechtsanw\u00e4lte, Richter, die Institutionen der tunesischen Rechtsanwaltskammern, Richtervereinigungen und unabh\u00e4ngige Organisationen der Zivilgesellschaft richten.<\/strong><\/p>\n<p>Seit der Konsolidierung der Exekutivgewalt durch Pr\u00e4sident Sa\u00efd im Jahr 2021 und der fristlosen Entlassung von 57 Richtern durch Pr\u00e4sidialdekret im Jahr 2022 hat Tunesien einen fortschreitenden Abbau der Rechtsstaatlichkeit erlebt. Die Beh\u00f6rden haben Strafverfahren, Suspendierungsanordnungen, Reiseverbote, administrative Behinderungen sowie Diffamierungskampagnen gegen diejenigen eingesetzt, die Menschenrechte verteidigen, die Einmischung der Exekutive in die Justiz anfechten, Menschenrechtsverletzungen dokumentieren und den Opfern rechtlichen Beistand leisten.<\/p>\n<p>Die in dieser Erkl\u00e4rung beschriebenen Angriffe f\u00fcgen sich in ein umfassenderes Muster von Angriffen auf die Unabh\u00e4ngigkeit der Anwaltschaft, der Justiz und der Zivilgesellschaft in Tunesien ein. Der Abbau der richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit, die gezielte Verfolgung von Rechtsanw\u00e4lten sowie die der Zivilgesellschaft auferlegten Einschr\u00e4nkungen haben schwerwiegende Auswirkungen auf die Rechtsstaatlichkeit und den Zugang zur Justiz. Diese Angriffe beeintr\u00e4chtigen unmittelbar das Recht auf Verteidigung, den Zugang zur Justiz sowie die Gew\u00e4hrleistung eines fairen Verfahrens.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Angriffe der Beh\u00f6rden gegen die Nationale Rechtsanwaltskammer Tunesiens<\/strong><\/p>\n<p>Die unterzeichnenden Organisationen sind zutiefst besorgt \u00fcber die Eskalation der von den tunesischen Beh\u00f6rden gegen die Nationale Rechtsanwaltskammer Tunesiens (ONAT) sowie gegen die Anwaltschaft insgesamt gef\u00fchrten Angriffe. Eine unabh\u00e4ngige und autonome Anwaltschaft ist f\u00fcr eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Rechtspflege unerl\u00e4sslich. Die ONAT hat die Aufgabe, die berufliche Integrit\u00e4t ihrer Mitglieder zu sch\u00fctzen, den Zugang zu Rechtsdienstleistungen zu gew\u00e4hrleisten und die Garantien eines fairen Verfahrens sowie die Rechtsstaatlichkeit zu wahren. Jeder Eingriff gegen die ONAT beeintr\u00e4chtigt daher nicht nur die Interessen der Anwaltschaft, sondern auch den Zugang aller Menschen zur Justiz sowie die Integrit\u00e4t des gesamten Justizsystems.<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten hat die ONAT die Beh\u00f6rden aufgefordert, der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen an den Gerichten entgegenzuwirken, insbesondere dem Mangel an grundlegender Ausstattung sowie dem Personalmangel im richterlichen und administrativen Bereich. Dar\u00fcber hinaus hat sie die ungerechtfertigte Durchf\u00fchrung von Fernverfahren, Verst\u00f6\u00dfe gegen die Garantien eines fairen Verfahrens, Eingriffe in die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit sowie die Einmischung der Exekutive in das Justizsystem angeprangert. Da die Beh\u00f6rden keinerlei konkrete Antwort gegeben haben, berief die ONAT am 1. Mai 2026 eine au\u00dferordentliche Generalversammlung ein, um sowohl die beruflichen Forderungen der Rechtsanw\u00e4lte als auch die umfassendere Krise des Justizsystems zu er\u00f6rtern. Anstatt auf die Forderungen der ONAT einzugehen, fochten die Beh\u00f6rden die Verfahren der Generalversammlung an und setzten ihre Politik fort, <a href=\"https:\/\/businessnews.com.tn\/2026\/05\/13\/lordre-des-avocats-annonce-des-greves-regionales-et-une-greve-nationale-en-juin\/1401472\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Kern der vorgebrachten Bedenken zu ignorieren.<\/a> Anschlie\u00dfend k\u00fcndigte der Vorstand der Rechtsanwaltskammer einen Plan zur Mobilisierung an, der regionale Streiks, Demonstrationen mit roten Armbinden in den Gerichten sowie einen <a href=\"https:\/\/www.reutersconnect.com\/item\/tunisias-lawyers-stage-court-protest-amid-expanding-general-strike-actions\/dGFnOnJldXRlcnMuY29tLDIwMjY6bmV3c21sX01UMU5VUlBITzAwMDZCUFQwUw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">landesweiten Generalstreik<\/a> ab dem 18. Juni 2026 umfasste.<\/p>\n<p>Die ONAT hat ausdr\u00fccklich klargestellt, dass sich ihre <a href=\"https:\/\/businessnews.com.tn\/2026\/05\/13\/lordre-des-avocats-annonce-des-greves-regionales-et-une-greve-nationale-en-juin\/1401472\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mobilisierung<\/a> nicht auf berufliche Forderungen beschr\u00e4nkt. Sie dient dem Schutz der Anwaltschaft, der Bewahrung des \u00f6ffentlichen Justizsystems sowie der Wahrung der Garantien eines fairen Verfahrens. Die Weigerung der Beh\u00f6rden, auf diese Forderungen konstruktiv zu reagieren, sowie die sp\u00e4teren Versuche, das kollektive Handeln der ONAT anzufechten oder zu behindern \u2013 insbesondere durch die Einlegung einer Nichtigkeitsklage durch den Staatsanwalt von Tunis gegen die au\u00dferordentliche Generalversammlung vom 1. Mai \u2013 geben Anlass zu schwerwiegenden Bedenken hinsichtlich einer bewussten Einmischung in die unabh\u00e4ngige institutionelle Rolle der Anwaltschaft bei der Verteidigung der richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit, der Garantien eines fairen Verfahrens und der Rechtsstaatlichkeit.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df Grundsatz 14 der <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/instruments-mechanisms\/instruments\/basic-principles-role-lawyers\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grundprinzipien der Vereinten Nationen betreffend die Rolle der Rechtsanw\u00e4lte<\/a> (Grundprinzipien der Vereinten Nationen) m\u00fcssen Rechtsanw\u00e4lte im Rahmen des Schutzes der Rechte ihrer Mandanten und der F\u00f6rderung der Rechtspflege danach streben, die Menschenrechte und Grundfreiheiten zu wahren. Grundsatz 23 sch\u00fctzt das Recht der Rechtsanw\u00e4lte, sich an der \u00f6ffentlichen Debatte \u00fcber Fragen des Rechts, der Rechtspflege sowie der F\u00f6rderung und des Schutzes der Menschenrechte zu beteiligen. Die Grunds\u00e4tze 24 und 25 erkennen die Rolle autonomer Berufsvereinigungen von Rechtsanw\u00e4lten beim Schutz der beruflichen Integrit\u00e4t ihrer Mitglieder sowie bei der Zusammenarbeit zur Gew\u00e4hrleistung eines wirksamen und gleichberechtigten Zugangs zu Rechtsdienstleistungen an. Der Versuch der tunesischen Beh\u00f6rden, die Mobilisierung der ONAT zu delegitimieren, zu behindern oder Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen sie zu ergreifen, stellt daher einen Eingriff in die institutionelle Rolle der Anwaltschaft bei der Verteidigung der richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit, der Garantien eines fairen Verfahrens und der Rechtsstaatlichkeit dar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die wegen ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit ins Visier genommenen Rechtsanw\u00e4lte<\/strong><\/p>\n<p>Der Angriff gegen die ONAT f\u00fcgt sich in den Rahmen einer umfassenderen und systematischen Offensive gegen Rechtsanw\u00e4lte ein, die politische Oppositionelle, Journalisten, Richter, Menschenrechtsverteidiger und Opfer von Menschenrechtsverletzungen vertreten. In Tunesien sind Rechtsanw\u00e4lte aufgrund der von ihnen bearbeiteten Verfahren und der von ihnen vertretenen Mandanten Strafverfolgung, willk\u00fcrlichen Inhaftierungen, Reiseverboten, unfairen Gerichtsverfahren und anderen Formen von Vergeltungsma\u00dfnahmen ausgesetzt gewesen. Solche Ma\u00dfnahmen verletzen nicht nur die Rechte der Rechtsanw\u00e4lte, sondern auch die ihrer Mandanten und entfalten eine schwerwiegende abschreckende Wirkung auf das Recht auf Verteidigung. Dies stellt einen Versto\u00df gegen Grundsatz 16 der Grundprinzipien der Vereinten Nationen dar, der von den Regierungen verlangt, sicherzustellen, dass Rechtsanw\u00e4lte alle ihre beruflichen Aufgaben ohne Einsch\u00fcchterung, Behinderung, Bel\u00e4stigung oder unzul\u00e4ssige Einmischung aus\u00fcben k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus verst\u00f6\u00dft dies gegen Artikel 14 des Internationalen Pakts \u00fcber b\u00fcrgerliche und politische Rechte (IPbpR), der das Recht sch\u00fctzt, Zugang zu einem Rechtsbeistand eigener Wahl zu haben.<\/p>\n<p>Der Fall <strong>Ayachi Hammami<\/strong> veranschaulicht diese Entwicklung besonders deutlich. Er stellte sich gegen die vom Pr\u00e4sidenten ergriffenen Ma\u00dfnahmen, die die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit und die Rechtsstaatlichkeit beeintr\u00e4chtigten, insbesondere gegen die summarische Abberufung von Richtern und Staatsanw\u00e4lten durch Pr\u00e4sidialdekret im Juni 2022. Herr Hammami war Sprecher des Verteidigungskomitees der abberufenen Richter. Im Januar 2023 wurde er auf der Grundlage des Gesetzesdekrets Nr. 54 wegen Erkl\u00e4rungen angeklagt, die er gegen\u00fcber den Medien im Rahmen seiner T\u00e4tigkeit als Sprecher abgegeben hatte. Herr Hammami, ein renommierter Rechtsanwalt und Menschenrechtsverteidiger, war zun\u00e4chst als Verteidiger im sogenannten Verfahren wegen einer \u201eVerschw\u00f6rung gegen die Staatssicherheit\u201c t\u00e4tig. Anschlie\u00dfend wurde er in die Liste der Verd\u00e4chtigen aufgenommen, angeklagt, mit einem Reiseverbot und einem Verbot, sich an \u00f6ffentlichen Orten aufzuhalten, belegt und schlie\u00dflich zur Verb\u00fc\u00dfung einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren inhaftiert. Sachverst\u00e4ndige der Vereinten Nationen <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/instruments-mechanisms\/instruments\/basic-principles-role-lawyers\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sch\u00e4tzten<\/a>, dass seine Verurteilung mit seiner T\u00e4tigkeit als Verteidiger der Angeklagten in diesem Verfahren zusammenhing, und warnten davor, dass die strafrechtliche Verfolgung von Angeh\u00f6rigen der Rechtsberufe wegen der Aus\u00fcbung ihrer beruflichen Aufgaben die Integrit\u00e4t und Fairness der Gerichtsverfahren in Tunesien gef\u00e4hrde.<\/p>\n<p>RA Hammami geh\u00f6rt zu den <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2025\/12\/tunisia-un-experts-shocked-conviction-human-rights-lawyer-ayachi-hammami\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dutzenden von Rechtsanw\u00e4lten<\/a>, die Opfer justizieller Schikanen geworden sind und einem ernsthaften Risiko von Vergeltungsma\u00dfnahmen ausgesetzt sind, weil sie ihre beruflichen Aufgaben und ihr Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung wahrgenommen haben. Bis heute sind <a href=\"https:\/\/asf.be\/publication\/defendre-la-defense-garantir-la-protection-des-avocat\u00b7e\u00b7s-pour-preserver-les-libertes-en-tunisie-francais\/?lang=fr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">8 Rechtsanw\u00e4lte ihrer Freiheit beraubt<\/a>, darunter ein ehemaliger Pr\u00e4sident der Rechtsanwaltskammer. Dar\u00fcber hinaus wurden 5 Rechtsanw\u00e4lte zum Exil gezwungen, und 12 Rechtsanw\u00e4lte sind Opfer eines unerbittlichen Justizvorgehens geworden. Zu ihnen geh\u00f6ren beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Sonia Dahmani<\/strong>, Rechtsanw\u00e4ltin und Kolumnistin, wurde am 11. Mai 2024 in den R\u00e4umlichkeiten der ONAT von vermummten Sicherheitskr\u00e4ften <a href=\"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/case\/sonia-dahmani\/\">festgenommen<\/a> und war Gegenstand von f\u00fcnf Strafverfahren auf der Grundlage des Pr\u00e4sidialgesetzesdekrets Nr. 54 wegen \u00f6ffentlicher \u00c4u\u00dferungen im Fernsehen \u00fcber die Haftbedingungen und rassistische Diskriminierung. Sie wurde am 27. November 2025 nach 18 Monaten Haft freigelassen, ist jedoch seitdem zu zwei weiteren Strafen verurteilt worden: zu 18 Monaten Freiheitsstrafe in der Berufungsinstanz im April 2026 wegen ihrer \u00c4u\u00dferungen \u00fcber Rassismus in Tunesien sowie zu <a href=\"https:\/\/cpj.org\/2026\/05\/cpj-condemns-tunisias-judicial-harassment-of-sonia-dahmani-after-fresh-conviction\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2 Jahren Freiheitsstrafe<\/a>, die am 25. Mai 2026 vom Gericht erster Instanz in Tunis wegen ihrer \u00c4u\u00dferungen zu den Haftbedingungen verh\u00e4ngt wurden. Ihr Rechtsanwalt hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.<\/li>\n<li><strong>Chawki Tabib<\/strong>, Rechtsanwalt, ehemaliger Pr\u00e4sident der Rechtsanwaltskammer von Tunis und ehemaliger Direktor der Nationalen Beh\u00f6rde zur Korruptionsbek\u00e4mpfung (INLUCC), unterliegt seit Januar 2024 einem Ausreiseverbot und ist Gegenstand von zwei Verfahren. Das erste ist ein Ermittlungsverfahren wegen Geldw\u00e4sche und weiterer Straftaten, das zur Ausstellung eines <a href=\"https:\/\/www.tunisiefocus.com\/politique\/lomct-condamne-le-recours-excessif-a-la-detention-preventive-321915\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Haftbefehls<\/a> f\u00fchrte. Das zweite Verfahren wurde k\u00fcrzlich in erster Instanz abgeschlossen und endete mit einer am 21. Mai 2026 ausgesprochenen Verurteilung wegen Urkundenf\u00e4lschung und Gebrauchs gef\u00e4lschter Urkunden zu 10 Jahren Freiheitsstrafe. Sein Verm\u00f6gen wurde durch Entscheidung vom 14. April 2026 eingefroren, und die Nationale Rechtsanwaltskammer Tunesiens stellte fest, dass der Haftbefehl ohne vorherige Vernehmung erlassen worden war. Internationale Organisationen \u00e4u\u00dferten ihre Besorgnis \u00fcber den politisch motivierten Charakter dieser Strafverfolgungsma\u00dfnahmen.<\/li>\n<li>Die Rechtsanw\u00e4ltin <strong>Dalila Msaddak<\/strong> ist derzeit Gegenstand von <a href=\"https:\/\/www.lawyersforlawyers.org\/tunisian-lawyers-fight-to-restore-democracy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sieben gesonderten Ermittlungsverfahren<\/a> auf der Grundlage des Gesetzesdekrets Nr. 54, die s\u00e4mtlich mit ihrer T\u00e4tigkeit als Verteidigerin im sogenannten Verschw\u00f6rungsverfahren zusammenh\u00e4ngen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese F\u00e4lle verdeutlichen eine allgemeinere Tendenz, Rechtsanw\u00e4lte mit ihren Mandanten gleichzusetzen und zu versuchen, die Anwaltschaft zum Schweigen zu bringen. Gem\u00e4\u00df Grundsatz<strong> 18<\/strong> der Grundprinzipien der Vereinten Nationen d\u00fcrfen Rechtsanw\u00e4lte unter keinen Umst\u00e4nden mit ihren Mandanten oder den von ihnen vertretenen Anliegen gleichgesetzt werden. Ebenso wenig d\u00fcrfen sie wegen der Verfahren, deren Verteidigung sie \u00fcbernehmen, der von ihnen vorgetragenen rechtlichen Argumente oder ihres \u00f6ffentlichen Eintretens f\u00fcr das Recht auf ein faires Verfahren, die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit und die Grundfreiheiten sanktioniert werden. Die Kriminalisierung von Rechtsanw\u00e4lten wegen der Aus\u00fcbung ihrer beruflichen Aufgaben stellt einen unmittelbaren Eingriff in das Recht auf Verteidigung und die Unabh\u00e4ngigkeit der Anwaltschaft dar, h\u00e4lt Rechtsanw\u00e4lte davon ab, sensible Verfahren zu \u00fcbernehmen, und birgt die Gefahr, bestimmten Teilen der Gesellschaft jegliche rechtliche Vertretung zu entziehen und ihnen dadurch den Zugang zur Justiz zu verwehren.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen Richter, die die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit verteidigen<\/strong><\/p>\n<p>Wir verurteilen au\u00dferdem die Vergeltungsma\u00dfnahmen, welche die tunesischen Beh\u00f6rden gegen Richter und Richtervereinigungen ergriffen haben, die sich der Einmischung der Exekutive in die Justiz widersetzt haben. Diese j\u00fcngsten Ma\u00dfnahmen f\u00fcgen sich in einen umfassenderen Prozess des Abbaus der Garantien der richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit in Tunesien seit 2022 ein. Am 12. Februar 2022 l\u00f6ste der Pr\u00e4sident der Republik den Obersten Justizrat (Conseil sup\u00e9rieur de la magistrature \u2013 CSM) auf und ersetzte ihn durch einen Provisorischen Obersten Justizrat (Conseil sup\u00e9rieur provisoire de la magistrature \u2013 CSPM), dessen Zusammensetzung und Arbeitsweise weitgehend unter der Kontrolle der Exekutive stehen. Auf diese Reform folgten die summarische Abberufung von Richtern durch Pr\u00e4sidialdekret sowie eine zunehmende Unterordnung der Justiz unter die Exekutive. Seit 2023 ist der CSPM selbst aufgrund fehlender Beschlussf\u00e4higkeit gel\u00e4hmt, da mehrere Mitglieder kraft Amtes nicht ernannt wurden, wodurch dem Justizministerium faktisch die Verwaltung der Laufbahnen und Disziplinarverfahren der Richter mittels informeller Mechanismen ohne klare gesetzliche Grundlage \u00fcberlassen wurde.<\/p>\n<p>Richter <strong>Anas Hmedi<\/strong>, Pr\u00e4sident der Vereinigung der tunesischen Richter, ist zu einem zentralen Ziel dieser Repression geworden. Die gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren beruhen auf Handlungen, die er in seiner Eigenschaft als Pr\u00e4sident der Vereinigung vorgenommen hat, sowie auf der legitimen Mobilisierung der Richter gegen die summarische Abberufung von \u00a0Richtern durch Pr\u00e4sidialdekret im Jahr 2022. Nach einem Verfahren, das als \u201e<a href=\"https:\/\/www.amnesty.org\/en\/latest\/news\/2026\/03\/tunisia-authorities-must-end-harassment-of-judge-anas-hmedi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten behaftet<\/a>\u201c bezeichnet wurde, wurde Richter Hmedi wegen Behinderung der Arbeit zu 1 Jahr Freiheitsstrafe verurteilt und muss mit einer Inhaftierung rechnen, falls das Urteil <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2026\/04\/un-expert-urges-tunisia-end-criminalisation-judge-anas-hmedi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in der Berufungsinstanz best\u00e4tigt wird<\/a>. Dies stellt einen Versto\u00df gegen die Grundprinzipien der Vereinten Nationen betreffend die Unabh\u00e4ngigkeit der Justiz dar, insbesondere gegen Grundsatz Nr. 1, der die Staaten verpflichtet, die Unabh\u00e4ngigkeit der Justiz zu achten und zu gew\u00e4hrleisten, sowie gegen die Grunds\u00e4tze Nr. 8 und 9, die jeweils das Recht der Richter auf Meinungsfreiheit und Vereinigungsfreiheit sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit von Richtern und Rechtsanw\u00e4lten <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2026\/04\/un-expert-urges-tunisia-end-criminalisation-judge-anas-hmedi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bezeichnete<\/a> das gegen Richter Hmedi eingeleitete Verfahren als \u201eoffensichtliche Vergeltungsma\u00dfnahme\u201c daf\u00fcr, dass er die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit verteidigt habe. Sie \u00e4u\u00dferte ernste Besorgnis \u00fcber die Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen Richter, die sich der Einmischung der Exekutive in das Justizsystem widersetzen, \u00fcber den missbr\u00e4uchlichen Einsatz des Strafrechts, um sie zum Schweigen zu bringen, sowie \u00fcber die einsch\u00fcchternde Botschaft, die dies an die gesamte Richterschaft und die \u00d6ffentlichkeit sendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aussetzung von Menschenrechtsorganisationen und Behinderung des Zugangs zur Justiz<\/strong><\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden haben sich au\u00dferdem gegen unabh\u00e4ngige Organisationen der Zivilgesellschaft gerichtet, insbesondere gegen diejenigen, die Rechtsbeistand leisten und Menschenrechtsverletzungen anprangern, die Rechte der Frauen verteidigen, Rassismus bek\u00e4mpfen, die Pressefreiheit sch\u00fctzen und Opfer von Misshandlungen unterst\u00fctzen \u2013 alles T\u00e4tigkeiten, die den Zugang zur Justiz f\u00f6rdern und ein wesentliches Gegengewicht gegen Machtmissbrauch darstellen.<\/p>\n<p>Im Laufe des vergangenen Jahres haben tunesische Gerichte 30-t\u00e4gige Aussetzungsanordnungen gegen mindestens 25 Organisationen erlassen, darunter Avocats Sans Fronti\u00e8res, Mnemty, die Tunesische Vereinigung Demokratischer Frauen, Aswat Nissa, Nawaat, das Tunesische Forum f\u00fcr wirtschaftliche und soziale Rechte, die Internationale Juristenkommission, die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) sowie die Tunesische Liga zur Verteidigung der Menschenrechte \u2013 eine der \u00e4ltesten Menschenrechtsorganisationen Afrikas und Mittr\u00e4gerin des Friedensnobelpreises 2015 als Mitglied des Quartetts f\u00fcr den Nationalen Dialog. Die Pr\u00e4sidentin von Mnemty, Saadia Mosbah, befindet sich weiterhin willk\u00fcrlich in Haft. Die Organisationen, welche die Aussetzungsanordnungen vor den Gerichten <a href=\"https:\/\/www.amnesty.org\/en\/latest\/news\/2026\/05\/tunisia-dozens-of-ngos-at-risk-of-dissolution-as-crackdown-on-civil-society-intensifies\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">angefochten<\/a> haben, sind mit ihren Rechtsmittel gescheitert und nunmehr von der Aufl\u00f6sung bedroht.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen beschr\u00e4nken sich nicht darauf, die Vereinigungsfreiheit einzuschr\u00e4nken, sondern behindern unmittelbar den Zugang zur Justiz. Die gegen Avocats Sans Fronti\u00e8res <a href=\"https:\/\/www.amnesty.org\/en\/latest\/news\/2026\/05\/tunisia-dozens-of-ngos-at-risk-of-dissolution-as-crackdown-on-civil-society-intensifies\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erlassene Aussetzungsentscheidung<\/a> vom 5. Mai 2026, auch wenn sie sp\u00e4ter aufgehoben wurde, hatte bereits Auswirkungen auf die Rechtsberatung und Prozesskostenhilfe, die insbesondere schutzbed\u00fcrftigen Personen, Menschenrechtsverteidigern sowie politischen Gefangenen und Gewissensgefangenen gew\u00e4hrt werden, sowie auf die F\u00e4higkeit von ASF, die Instrumentalisierung der Justiz und Menschenrechtsverletzungen zu beobachten und anzuprangern. Indem die Beh\u00f6rden Menschenrechtsorganisationen, Rechtsberatungsstellen und unabh\u00e4ngige Vereinigungen ins Visier nehmen, entziehen sie Opfern von Polizeigewalt, geschlechtsspezifischer Gewalt, rassistischer Diskriminierung, politischer Verfolgung und anderen Menschenrechtsverletzungen eine wesentliche Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>In ihrer Gesamtheit untergraben die Aussetzung von Organisationen der Zivilgesellschaft, die Strafverfolgung von Rechtsanw\u00e4lten, die Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen Richter sowie die Behinderung der T\u00e4tigkeit der Rechtsanwaltschaft gemeinsam die institutionellen Garantien, die den Einzelnen vor Machtmissbrauch sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Appelle an die tunesischen Beh\u00f6rden<\/strong><\/p>\n<p>Die unterzeichnenden Organisationen rufen die tunesischen Beh\u00f6rden dazu auf:<\/p>\n<ol>\n<li>unverz\u00fcglich allen Handlungen der Einsch\u00fcchterung, Bel\u00e4stigung, Strafverfolgung, Inhaftierung, Vergeltung und unzul\u00e4ssigen Einmischung gegen Rechtsanw\u00e4lte, Richter, Magistrate, tunesische Rechtsanwaltskammern, die ONAT, Anwaltsorganisationen, Richtervereinigungen und Menschenrechtsverteidiger ein Ende zu setzen;<\/li>\n<li>sicherzustellen, dass Rechtsanw\u00e4lte ihre beruflichen Aufgaben frei und in voller Unabh\u00e4ngigkeit aus\u00fcben k\u00f6nnen, auch wenn sie politische Gefangene, Journalisten, Richter, Aktivisten, Oppositionsvertreter oder Opfer von Menschenrechtsverletzungen vertreten, und daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass sie weder mit ihren Mandanten gleichgesetzt noch wegen der von ihnen bearbeiteten Verfahren, der von ihnen vertretenen Mandanten, der von ihnen vorgebrachten rechtlichen Argumente oder ihres \u00f6ffentlichen Eintretens f\u00fcr die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit sanktioniert werden;<\/li>\n<li>s\u00e4mtliche gegen Rechtsanw\u00e4lte und Richter eingeleiteten Straf-, Disziplinar- und Verwaltungsverfahren einzustellen, soweit diese ausschlie\u00dflich deshalb eingeleitet wurden, weil sie ihre beruflichen Aufgaben aus\u00fcben, die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit verteidigen oder ihre Rechte auf Meinungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit und friedliche Versammlung wahrnehmen;<\/li>\n<li>die gegen den Richter Anas Hmedi verh\u00e4ngte Verurteilung und Strafe aufzuheben und sicherzustellen, dass kein Richter daf\u00fcr sanktioniert wird, dass er die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit verteidigt oder an den rechtm\u00e4\u00dfigen T\u00e4tigkeiten einer Berufsvereinigung teilgenommen hat;<\/li>\n<li>Ayachi Hammami und Chawki Tabib freizulassen und den willk\u00fcrlichen Strafverfahren gegen Rechtsanw\u00e4lte, insbesondere gegen Sonia Dahmani und Dalila Msaddak, sowie gegen s\u00e4mtliche Rechtsanw\u00e4lte, Richter, politische Gefangene, Journalisten, Menschenrechtsverteidiger und Vertreter der Zivilgesellschaft, die willk\u00fcrlich inhaftiert wurden, weil sie ihre Rechte ausge\u00fcbt oder eine rechtm\u00e4\u00dfige berufliche T\u00e4tigkeit ausge\u00fcbt haben, ein Ende zu setzen;<\/li>\n<li>die gegen Organisationen der Zivilgesellschaft verh\u00e4ngten Suspendierungsma\u00dfnahmen aufzuheben und allen Versuchen ein Ende zu setzen, Menschenrechtsorganisationen, Organisationen der Rechtsberatung und unabh\u00e4ngige Vereinigungen aufzul\u00f6sen, zu behindern oder zu kriminalisieren;<\/li>\n<li>s\u00e4mtliche seit 2022 ergriffenen Ma\u00dfnahmen aufzuheben, die die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit beeintr\u00e4chtigen, insbesondere die Eingriffe der Exekutive in die Justiz, und die gerichtlichen Entscheidungen in Bezug auf die abberufenen Richter umzusetzen;<\/li>\n<li>die uneingeschr\u00e4nkte Achtung der Garantien eines fairen Verfahrens, der rechtsstaatlichen Verfahren, des Zugangs zu einem Rechtsanwalt, der Waffengleichheit und der Unabh\u00e4ngigkeit der Gerichte sicherzustellen;<\/li>\n<li>die tunesische Gesetzgebung und Praxis mit den Verpflichtungen Tunesiens aus dem internationalen Menschenrechtsschutz sowie mit den einschl\u00e4gigen internationalen Normen \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit und den Schutz von Rechtsanw\u00e4lten und Richtern in Einklang zu bringen, insbesondere mit den Grundprinzipien der Vereinten Nationen betreffend die Unabh\u00e4ngigkeit der Justiz, den Grundprinzipien der Vereinten Nationen betreffend die Rolle der Rechtsanw\u00e4lte, dem \u00dcbereinkommen des Europarats zum Schutz des Anwaltsberufs sowie den internationalen Standards \u00fcber die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit;<\/li>\n<li>die Unabh\u00e4ngigkeit der Anwaltschaft und der Justiz wiederherzustellen, die freie und rechtm\u00e4\u00dfige T\u00e4tigkeit der Organisationen der Zivilgesellschaft zu gew\u00e4hrleisten und die Menschenrechte aller Personen im Land zu sch\u00fctzen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>UNTERZEICHNER:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Amnesty International<\/li>\n<li>Avocats Sans Fronti\u00e8res<\/li>\n<li>Council of Bars and Law Societies of Europe (Rat der Europ\u00e4ischen Anwaltschaften, CCBE)<\/li>\n<li>Defense Commission \u2013 Barcelona Bar Association<\/li>\n<li>Deutscher Anwaltverein (DAV)<\/li>\n<li>DSF-AS D\u00e9fense Sans Fronti\u00e8res \u2013 Avocats Solidaires<\/li>\n<li>Euromed Rights<\/li>\n<li>European Association for Lawyers for Democracy and World Human Rights (ELDH)<\/li>\n<li>European Criminal Bar Association (ECBA)<\/li>\n<li>European Democratic Lawyers (AED)<\/li>\n<li>Foundation International Day of the Endangered Lawyer<\/li>\n<li>GeBehatokia, Basque Observatory of Human Rights<\/li>\n<li>Human Rights Watch<\/li>\n<li>Indian Association of Lawyers (IAL)<\/li>\n<li>Institute for the Rule of Law of the Union Internationale des Avocats (UIA-IROL)<\/li>\n<li>International Association of Democratic Lawyers (IADL)<\/li>\n<li>International Association of Judges (IAJ-UIM)<\/li>\n<li>International Association of People&#8217;s Lawyers (IAPL)<\/li>\n<li>International Association of Russian Advocates<\/li>\n<li>International Bar Association&#8217;s Human Rights Institute (IBAHRI)<\/li>\n<li>International Commission of Jurists<\/li>\n<li>Internationales Observatorium f\u00fcr bedrohte Anw\u00e4lte (OIAD)<\/li>\n<li>Institut f\u00fcr Menschenrechte der Br\u00fcsseler Rechtsanwaltskammer<\/li>\n<li>Observatoire des Avocats (<a href=\"http:\/\/www.IDHBB.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.IDHBB.org<\/a>)<\/li>\n<li>Law Society of England and Wales<\/li>\n<li>Lawyers for Lawyers (L4L)<\/li>\n<li>Legal Centre Lesvos<\/li>\n<li>Medel \u2013 Magistrats Europ\u00e9ens pour la D\u00e9mocratie et les Libert\u00e9s, Vertretung von 24 Richter- und Staatsanwaltsvereinigungen<\/li>\n<li>National Union of People&#8217;s Lawyer (NUPL), Philippinen<\/li>\n<li>New York City Bar Association<\/li>\n<li>Ordre des avocats de Gen\u00e8ve (ODAGE)<\/li>\n<li>Organisation Mondiale Contre la Torture (OMCT)<\/li>\n<li>PEN Norway<\/li>\n<li>Progressive Lawyers Association, Turkey (\u00c7HD)<\/li>\n<li>Republikanischer Anw\u00e4ltinnen- und Anw\u00e4lteverein (RAV)<\/li>\n<li>The Lawyers for the Rule of Law, USA<\/li>\n<li>The Tahrir Institute for Middle East Policy (TIMEP)<\/li>\n<li>Union of Peoples&#8217; Lawyers in Mindanao<\/li>\n<li>Vereinigung Demokratischer Jurist:innen (VDJ), Deutschland<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>39 Organisationen, darunter Rechtsanwaltskammern, Anwaltsvereinigungen, Richtervereinigungen sowie Menschenrechtsorganisationen, verurteilen die immer intensiver und systematischer gef\u00fchrte Kampagne der Einsch\u00fcchterung, Behinderung und Vergeltungsma\u00dfnahmen, welche die tunesischen Beh\u00f6rden gegen Rechtsanw\u00e4lte, Richter, die Institutionen der tunesischen Rechtsanwaltskammern, Richtervereinigungen und unabh\u00e4ngige Organisationen der Zivilgesellschaft richten. Seit der Konsolidierung der Exekutivgewalt durch Pr\u00e4sident Sa\u00efd im Jahr 2021 und der fristlosen Entlassung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":16121,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[111],"tags":[],"class_list":["post-25926","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25926"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26521,"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25926\/revisions\/26521"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/protect-lawyers.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}